Archiv | Juni 2011

Es wird ernst

(Das Fröschlein ist 4 Monate & 2 Wochen alt)

Gestern Abend hatte ich ein ganz eigenartiges Gefühl: So langsam wird es ernst! Auch wenn noch Zeit ist, die Pläne werden konkreter. Auslöser: Wir haben einen Halbtages-Krippenplatz sicher. Und zwar ab 01.01.2012 in der zweiten KiTa, die wir uns angeschaut haben. Wirklich losgehen wird es erst ein wenig später, da irgendwann Januar/Februar noch eine OP für das Fröschlein ansteht (nichts ernstes und hoffentlich keine allzu große Sache) und wir ihn erst in die Krippe bringen wollen, wenn er das gut hinter sich gebracht und verarbeitet hat. Ist bereits alles so abgesprochen und man war sehr entgegenkommend, denn normalerweise gibt es Plätze nur zum 1.1. oder 1.7. und werden auch nicht freigehalten.

Und was heißt das nun für mich? Dem geplanten Wiedereinstieg ins Berufsleben im Frühjahr steht nichts mehr entgegen. Ich werde also ca. ab März/April halbtags arbeiten gehen. Und damit hat das Gedankenkarussel begonnen. Will ich das überhaupt? Im Moment vermisse ich doch nichts? Ist es für das Fröschlein gut, so früh schon in Fremdbetreuung zu kommen? Werde ich damit klarkommen, ihn „abzugeben“? Werde ich der Doppelbelastung Familie/Beruf gerecht?

Natürlich weiß ich, dass noch eine ganze Menge Zeit ist. Aber wenn ich überlege, wie schnell die letzten 4 Monate verflogen sind, dann kommt es mir vor wie nur noch einmal schlafen, und dann ist es so weit. Und ich denke, es schadet nichts, wenn ich mich frühzeitig damit auseinander setze, was es in mir auslöst. Aus Sicht der Vernunft ist die geplante Lösung definitiv die Beste. Denn ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag, wenn ich eine Verlängerung anstrebe, dann muss ich sichtbar und einsetzbar sein. Und zu lange sollte man in meinem Gebiet auch nicht raus sein, um nicht den Anschluss zu verlieren. Und ich bin auch überzeugt davon, dass es für das Fröschlein gut ist, mit anderen Kindern zusammen zu kommen. Bleibt also noch die Bauchebene. Und die muss sich jetzt eben langsam daran gewöhnen, was da kommt. Und ob ich es bewältige, weiß ich sowieso erst, wenn ich es ausprobiert habe. Trotzdem, es fühlt sich sehr, sehr komisch an im Moment.

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Korrektur

(Das Fröschlein ist 4 Monate & 2 Wochen alt)

Es ist nicht so, dass ein Zahn unterwegs ist. Es sind zwei. Schneidezähne unten. Ganz klassisch also. Und Mrs.Elch hatte recht mit ihrem Hinweis, dass Zähne meist im Doppelpack auftreten.

Oh Schreck!

(Das Fröschlein ist 4 Monate, 1 Woche & 6 Tage alt)

Schon seit langem sabbert das Fröschlein wie ein Weltmeister und kaut auf allem rum, das es in die Finger bekommt. Ist ja auch nicht ungewöhnlich in dem Alter. Der Kinderarzt meinte bei der U4 schon, dass er davon ausgeht, dass das Fröschlein eher früh als spät zahnt, aber ich wollte das nicht unbedingt hören. Kann man ja sowieso nicht vorhersagen. Tja, und heute schnappte der kleine Mann sich meinen kleinen Finger mal wieder, um diesen ausgiebig zu bekauen. Ich war nicht schlecht erstaunt, als mich dabei etwas piekste. Ganz eindeutig spürbar! In den Mund schauen durfte ich noch nicht, aber der Göttergatte war erfolgreich und hat eine weiß schimmernde Erhebung entdeckt.

Ich hatte so gehofft, er ließe sich noch etwas Zeit diesbezüglich. Denn ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie Stillen mit Zähnen funktioniert. Dass es irgendwie klappt ist klar, dafür weiß ich mittlerweile von genug Bloggerinnen, die über den ersten Geburtstag hinaus stillen, und da haben die Kinder ja üblicherweise Zähne. Trotzdem, ich fürchte das wird nicht einfach. Das Fröschlein ist sowieso ein unruhiger Trinker, dreht viel den Kopf und dockt ständig an und ab. Das wird mit Zahn im Mund wohl kaum angenehmer werden. Naja, erst einmal abwarten. Vielleicht hat der Zahn es ja mit dem Rest des Weges nach draußen nicht so eilig.

Von guten Ratschlägen und Vorbildern

(Das Fröschlein ist 4 Monate, 1 Woche & 6 Tage alt)

Am Wochenende kam das Gespräch auf Geheimnisse und Süßigkeiten. Ich meinte, das Fröschlein würde sicherlich später mal in der Tür stehen und mich fragen, was ich da mache, wenn ich mir mal ausnahmsweise heimlich ein Stück Schokolade stibitze. Daraufhin wurde mir geraten, es gar nicht zu dieser Situation kommen zu lassen, denn wenn es feste Zeiten für Naschzeugs gibt, dann sollten die für alle gelten, und nicht nur für das Kind. Vorbild und so, schon klar.

Ich habe mich unheimlich über diesen Rat geärgert (und noch mehr darüber, dass ich mich ärgere, war ja nun wirklich eine Nichtigkeit, und war außerdem noch freundlich vorgebracht). Generell tue ich mich glaube ich schwer damit, leichte Kritik – oder das, was ich dafür halte – anzunehmen oder, wenn ich es für unangebracht halte, einfach ohne weiter nachzudenken zu vergessen. Das wird mir besonders in Erziehungsfragen sicherlich noch häufiger passieren, und ich werde es wohl früher oder später lernen.

Insgesamt hat es mich aber dazu gebracht, über die Vorbildfunktion nachzudenken. Ich bin nämlich durchaus der Meinung, dass Erwachsene Vorbilder sein sollten und ähnliche Regeln wie Kinder befolgen sollten. Zum Beispiel erschließt es sich mir nicht, warum Fahrrad fahren ohne Helm (den ich zugegebenermaßen bislang selbst nicht besitze) oder bei Rot oder die Ampel gehen weniger gefährlich ist, wenn man erst einmal groß ist. Überhaupt finde ich es ganz schlimm, wenn Kinder auf berechtigte Fragen mit „Das verstehst/darfst Du erst, wenn Du erwachsen bist“ abgebügelt werden. Doch andererseits gibt es natürlich auch Bereiche, in denen es sinnvoll ist, sie altersgemäß zu regeln und auf die man trotz Kinder nicht verzichten mag. Alkohol zum Beispiel (wenn auch für mich kein Problem, da ich kaum trinke), Krimis im Fernsehen, abends lange aufbleiben, etc. Ich denke, hier kommt es viel auf die Kommunikation an und hoffe, das lässt sich auch in der Praxis so umsetzen. Und jetzt bin ich wieder bei oben genanntem Beispiel. Ich hoffe, es gelingt uns, das Fröschlein mit wenig Süßigkeiten groß zu ziehen, indem zum Beispiel nur in bestimmten Situationen eine festgelegte Menge erlaubt ist. Und an diese Regel werde auch ich versuchen mich zu halten. Natürlich wird es Ausnahmen geben – für alle Beteiligten. Und ich finde, das darf es auch, denn ich bin ein Mensch, ich liebe Süßigkeiten, und ich werde auch mal einen schwachen Moment haben. Und dann ist es nunmal auch so, dass ich im Gegensatz zum Fröschlein besser einschätzen und dosieren kann, was noch gut für mich ist und wo es schadet. Und wenn er mich erwischt, dann werden wir wohl nicht darum herumkommen, dass ich es ihm erkläre und er ausnahmsweise auch außer der Reihe darf. Mal schauen, wie lange er dann braucht, um meine Argumente zu nutzen, um für sich selbst eine Ausnahme zu beanspruchen 😉

Das ist natürlich alles noch graue Theorie, wir haben noch viel Zeit, bis es so weit ist.

Dumm gelaufen

Selbst schuld, gestern bin ich deutlich später ins Bett gegangen als üblich. Es folgten Einschlafschwierigkeiten, Stillpausen und extrem unruhiger Schlaf. Dumm nur, wenn dann das Fröschlein um halb vier aufwacht, weil ein Pups quer liegt. Und dann nicht wieder einschlafen kann, weil es 25 Minuten lang Schluckauf hat, es viel zu warm ist, und, und, und,… Und noch dümmer, wenn er dann um 5 endlich wieder einschlummert, die Mama aber trotzdem eine weitere Stunde wachliegt. Weil es viel zu warm ist, weil ein Pups quer liegt, und, und, und… Um 7:30 Uhr war das Fröschlein wach, wie an den meisten Tagen zuletzt. Er macht einen ziemlich fitten Eindruck. Von der Mama kann man das nicht behauptet. Weniger als 4 Stunden Schlaf in einer Nacht ist definitiv nichts für mich!

Fortschritte

(Das Fröschlein ist 4 Monate, 1 Woche & 4 Tage alt)

Ich kann kaum mit dem Fröschlein mithalten. Jedenfalls nicht, wenn es darum geht, zu notieren, wie er sich entwickelt. Deshalb nutze ich die in anderen Blogs bewährte Schnipselform, um mal alles aufzuschreiben, was hier keinen eigenen Eintrag bekommen hat.

Das Fröschlein hat mich heute zum ersten Mal laut glucksend angelacht, als ich zu ihm in den Kinderwagen schaute. (MICH! Nicht den Papa. Mich!)

Wenn einer von uns ihn auf dem Arm hat, dann greift er uns gerne in den Mund, wenn wir reden.

In Bauchlage kann er sich in der Ebene drehen, indem er abwechselnd mit den Beinen zappelt und den Oberkörper auf und ab bewegt. Am Sonntag hat er einen 360°-Kreis geschafft. Das erweitert seinen Aktionsradius natürlich enorm.

Wassergläser faszinieren ihn. Besonders, wenn jemand daraus trinkt.

Er beginnt, das Robben und den Vierfüßlerstand zu üben. In Bauchlage hebt er immer wieder den Po an und versucht, die Knie darunter zu ziehen. Wenn er sich dann wieder nach unten fallen lässt, rutscht er häufig schon ein Stück nach vorne.

Wir haben manchmal den Eindruck, er reagiert auf seinen Namen. Das ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, denn auch wenn laut Literatur diese Fähigkeit jetzt langsam einsetzt, muss er total verwirrt sein, bei den vielen Kosenamen, die ich ihm gebe.

Er folgt uns aufmerksam mit den Blicken durch den Raum. Dabei wird vorzugsweise die Person angeschaut, die sich gerade nicht für ihn zum Affen macht 🙂

Mama, es ist warm heute!

(Das Fröschlein ist 4 Monate, 1 Woche & 4 Tage alt)

Bei diesen Temperaturen braucht man keine Socken, meint das Fröschlein:

Socken sind zu warm

Socken Teil 2

Recht, hast Du, mein Sohn! Aber: seit wann bist Du eigentlich in der Lage, Deine Füße kontrolliert zu greifen?