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Gute-Nacht-Milch

(Das Fröschlein ist 9 Monate, 1 Woche & 2 Tage alt)

Vor drei Wochen war das abendliche Schlafengehen mit dem Fröschlein zum Drama geworden und es wurde von Abend zu Abend schlimmer. Bis zu zwei Stunden lang trugen wir ein unzufriedenes, teilweise wie am Spieß schreiendes Fröschlein abwechselnd umher. Beim Papa schrie er meist nur noch lauter, bei mir wollte er immer wieder an die Brust. Ausgiebiges Stillen am Abend hatten wir schon immer, aber das nahm einfach zu extreme Formen an. Deshalb entschied ich vor 10 Tagen, zu Beginn des Einschlafrituals eine Flasche mit Premilch anzubieten. Eigentlich ging ich davon aus, dass er sie sowieso ablehnt, seine „Begeisterung“ für die Flasche war ja bislang überschaubar. Das Fröschlein überraschte mich: er nahm ohne zu Zögern die Flasche in den Mund, hielt sie selbst fest und zog die 100 ml weg, ohne einmal abzusetzen. Danach kuschelten wir ein wenig, wir stillten nochmal und dann legte ich ihn in sein Bett, wo er innerhalb von Sekunden einschlief. So läuft es seither jeden Abend. Am nächsten Abend habe ich gleich etwas mehr Milch vorbereitet, der Rest blieb gleich. Und so ist es seither jeden Abend. Nicht immer ganz so schnell, manchmal auch mit ein klein wenig Gequängel, aber dennoch relativ problemlos. Länger als 30 Minuten dauert es nie, meist ist er innerhalb von 10 Minuten eingeschlafen.

Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, Premilch anzubieten. Ich halte sie nicht für schlecht, ich habe auch volles Verständnis für jede Mama, die nicht stillt und von Anfang an mit der Flasche füttert. Aber für mich ganz persönlich fühlte es sich bislang einfach nicht richtig an. Jetzt bin ich sehr zufrieden damit, wie es ist. Das Fröschlein quält sich nicht mehr so sehr und wir haben alle einen entspannteren Abend. Das tut vor allem auch mir gut.

Allerdings hat die abendliche Sättigung keinen Einfluss auf die nächtlichen Stillintervalle. Alle 2-3 Stunden hat das Fröschlein trotzdem Hunger. Aber das bin ich ja gewohnt.

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Babybrei

(Das Fröschlein ist 4 Monate, 3 Wochen & 6 Tage alt)

Heute haben wir endlich zum ersten Mal am Babybreikurs teilgenommen. Eigentlich ging der schon letzte Woche los, aber da habe ich wegen unserer Erkältungen schweren Herzens zu schwänzen entschieden. Umso mehr hat es mich gefreut, dass es dann heute geklappt hat. Und ich finde, es hat sich gelohnt und freue mich schon auf nächstes Mal, das dann aber auch schon der Abschluss des Kurses sein wird.

So ganz sicher war ich mir im Vorfeld aber nicht, ob sich ein solcher Kurs lohnt. Denn so kompliziert ist es ja nicht, einen Brei zuzubereiten. Aber da wir einen Gutschein hatten und außerdem richtige Ernährung bei Allergien auf der Agenda stand, habe ich mich angemeldet. Und nun habe ich wirklich jede Menge dazu gelernt. Dass selbstgemachter Brei im Idealfall besser ist als Fertiggläschen war mir schon vorher klar, was ich nicht wusste:

  • wie man die Angaben auf Gläschen interpretiert
  • welche Mischungsverhältnisse für das Kind ideal sind
  • Tipps und Tricks zur Handhabung von selbstgemachten Breien
  • dass man ab dem 7. Monat Wasser nicht mehr abkocht
  • wie gefährlich Plastikbehälter sind

Mein Fazit für heute: ich hoffe, ich schaffe es konsequent, zu Hause Selbstgemachtes zu Füttern. Für unterwegs und in Ausnahmesituationen sind Fertiggläschen aber kein Problem, sofern ich beim Einkauf auf die Zusammensetzung achte.

Am interessantesten fand ich aber die Geschmacksprobe von ca. 8 verschiedenen Fertiggläschen im Vergleich zu zwei frisch zubereiteten Breien. Das hat mir den letzten Anschub gegeben, wirklich erst einmal selbst zu kochen.

Wann wir mit der Beikost anfangen weiß ich noch nicht. Bislang verfolgt das Fröschlein zwar schon gelegentlich, was bei uns in den Mund wandert, aber ein richtiges Interesse kann ich noch nicht feststellen. Von daher warten wir noch ein wenig ab, vielleicht probieren wir auch erstmal nur ein paar Knabberversuche à la „Baby Led Weaning“.

Und jetzt noch ein wenig Gemecker am Schluss: Zum Kursort sind es gute 20 Minuten Fußweg. Natürlich muss uns auf dem Hinweg ein heftiger Regenguss erwischen. Während des Kurses schien draußen die Sonne und zwei Minuten vor Ende setze erneut Regen ein. Ich habe noch 30 Minuten abgewartet, um wenigstens dem Platzregen zu entgehen, allerdings hat mich dann die zweite Welle Starkregen auf dem Heimweg trotzdem erwischt. Und das Fröschlein hatte zu allem Überfluss keine Lust mehr auf Kinderwagen. War irgendwie nicht so ein gemütlicher Nachhauseweg.