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11 Fragen von Frau Gminggmangg

Die werte Frau Gminggmangg hat ein Stöckchen in der Gegend rumliegen lassen, und ich bin darüber gestolpert. Und auch wenn ich bislang eher selten eines aufgegriffen habe, musste ich über die Fragen so viel nachdenken, dass ich das ganze auch gleich aufschreiben kann. Hier passiert sonst leider ja nicht viel.

1. In welcher/n Person/en (Grammatik) führen Sie Selbstgespräche?

Da muss man unterscheiden. Laute Selbstgespräche führe ich in der 2. Person Singular. Diese Form der Kommunikation ist ausschließlich dafür vorgesehen, mit mir selbst zu schimpfen. Um aber einen Rest Höflichkeit zu erhalten, spreche ich mich dabei mit Frau M. an. Zum Beispiel „Frau M., das hast Du ja super hinbekommen. Alles kaputt.“ M. ist übrigens mein Mädchenname. Ich hatte diese Angewohnheit schon immer und konnte mich nach der Namensänderung durch Heirat nicht umgewöhnen.

Und dann gibt es noch die Selbstgespräche in meinem Kopf. Wobei das nicht wirklich Selbstgespräche sind, denn ich diskutiere in Gedanken prinzipiell mit anderen. Gesprächspartner ist dabei, wer mir gerade in den Sinn kommt. Das Problem an der Sache ist, dass ich mir die Dialoge so lebhaft vorstelle, dass ich manchmal nicht mehr weiß, ob ein Gespräch wirklich statt fand. Das führt mitunter zu Konfusion, wenn ich jemandem gegenüber behaupte, wir hätten das doch schon längst besprochen, der andere aber stur darauf beharrt, noch nie mit mir dieses Thema behandelt zu haben. Und leider führe ich in meinem Kopf sehr, sehr viele Gespräche.

Übrigens diskutiere ich nicht nur sehr gerne in Gedanken, ich blogge dort auch mit Begeisterung. Wenn ich gerade keine Tastatur zur Hand habe, formuliere ich vor, baue Argumentationsketten und manchmal sogar witzige Pointen. Im Kopf habe ich in den letzten 12 Monaten mindestens 50 Blogeinträge geschrieben. Wie man sehen kann, ist es dabei dann auch geblieben.

2. In welchen Staat würden Sie nicht reisen wollen?

In  Staaten, in denen Frauen nicht selbst über sich bestimmen dürfen.

3. Wieso?

Für mich ist die Vorstellung, dass ich nicht selbst entscheiden dürfte, was ich mache, wohin ich gehe oder gar wen ich heirate, ganz furchtbar. Und auch, wenn ich mir bei meinem Gatten keine Sorgen mache, dass er plötzlich über mich bestimmt, nur weil wir uns in einem entsprechenden Land aufhalten, schreckt mich alleine die Möglichkeit ab. Und der Gedanke an all die Frauen, die mit dieser Situation klar kommen müssen.

4. Halten Sie sich beim Zusammenbauen von Möbelstücken an die Anleitung?

Immer. Ohne Ausnahme. Und nicht nur bei Möbelstücken.

5. Wieso?

Ich bin ein Anleitungsfanatiker. Anleitungen müssen befolgt werden, auch wenn sie ganz offensichtlich Mist sind. Aber immerhin hat sich irgendjemand die Mühe gemacht, eine Anleitung zu verfassen, da wäre es doch sehr unhöflich, sie einfach zu ignorieren.

6. Können Sie mir einen Wein empfehlen?

Nein, tut mir leid.

7. Welchen?

Siehe 6.

8. Ordnen Sie Ihre Bücher?

JA! (Kann man etwa Bücher nicht ordnen?)

9. Nach welchen Kriterien?

Aktuell nach Genre und innerhalb des Genres nach Anfangsbuchstaben des Autorennachnamens. Bevor ich Kinder hatte, packte mich circa einmal im Jahr die Ordnungswut und ich sortierte alles neu: Autoren A-Z, nach Größe, nach Farbe, alles schon gehabt. Wobei in der Praxis alphabetische Ordnungen in puncto Wiederauffindbarkeit deutliche Vorteile zeigen. Was mich dabei wahnsinnig macht: manche Bücher sind auf dem Rücken von links nach rechts beschriftet, manche andersherum. Teilweise variiert das sogar beim gleichen Verlag, bishin zu innerhalb einer Buchreihe. Liebe Verlage: Das geht so nicht! Ich bin werder Ordnungsfanatiker noch habe ich einen ausgepägten Sinn für Ästhetik (wer schon  einmal bei mir war, weiß, was ich meine), aber das ist wirklich ein Unding!

Im Moment bin ich an dem Punkt, dass ich denke, bei nächster Gelegenheit sollte ich außer den absoluten Lieblingsbüchern alle aussortieren und in Zukunft nur noch den eReader nutzen. Hätte ich mir früher nicht vorstellen können.

10. Möchten Sie mir ein Paar Wollsocken stricken?

Ja, sehr gerne. Aber das „Möchten“ alleine hilft Ihnen nicht weiter, denn ich beherrsche das Sockenstricken leider nicht.

11. Wieso (nicht)?

Weil ich Ihnen gerne eine Freude machen würde, und ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass gestrickte Socken eine Freude für Sie sind. Aber, wie gesagt, leider bin ich handwerklich dazu nicht in der Lage.

***

Ich vermute, ich muss mir jetzt auch noch 11 Frage ausdenken. Da ich im Gegensatz zu Frau Gminggmangg im Internet eine gnadenlose Duzerin bin, sei mir bitte verziehen, dass ich diese Form der Ansprache wähle.

1. Sind Deine Socken in der Schublade sortiert (z.B. nach Farbe, Material) oder wild durcheinander?

2. Magst Du Mathematik?

3. Warum (nicht)?

4. Auf welche(s) bislang ungelöste Frage/Problem würdet Dich die Antwort brennend interessieren?

5. Wenn Du eine Verkehrsregel abschaffen dürftest, welche wäre das?

6. Warum?

7. Und welche Verkehrsregel würdest Du neu einführen?

8. Liest Du Bücher mehr als einmal?

9. Gibt es ein Buch, das es auf jeden Fall wert wäre, mehrfach gelesen zu werden?

10. Welche Farbe hat das Kleidungsstück, das Du zuletzt gekauft hast?

11. Welche Deiner Macken magst Du an Dir selbst am liebsten?

***

Auch ich lasse das einfach mal so stehen und hoffe, dass jemand darüber stolpert.

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Rabenmutter?

Seit gut 2 Monaten lebe ich nun mit zwei Kindern zusammen. Der Start war bilderbuchmäßig: ein Baby, das ausgeglichen und pflegeleicht ist, ein Zweijähriger, der gar nicht genug davon bekommen kann, seinen Bruder zu streicheln und zu küssen. Sogar die Nächte waren deutlich besser, als ich befürchtet hatte. Wir machten erste Ausflüge, unternahmen Dinge, die ich mir beim ersten Baby in dem Alter nichtmal ansatzweise hätte vorstellen können. Man hat ja mittlerweile Routine und ist ganz lässig und entspannt, nicht wahr? Und dann wurde das Baby 6 Wochen alt und begann zu weinen. Nein, kreischen beschreibt es besser. Mehrfach täglich steigerte er sich für 30 bis 60 Minuten regelrecht in Hysterie, und ließ sich durch nichts beruhigen – kein Tragen, Singen oder Stillen half. Zeitgleich begann beim Fröschlein seine bislang intensivste „Nein“-Phase. Egal was wir machen wollten, er lehnte alles vehement ab. Zähne putzen, Wickeln, Schuhe anziehen, gemeinsames Essen – alles wurde zu einem Drama. Der Gatte und ich kamen an unsere Grenzen, wir waren teilweise rat- und hilflos. Wir hatten ein Baby, das wir nicht beruhigen konnten und einen Zweijährigen, den wir nicht erreichten. Beide schrien teilweise um die Wette und schaukelten sich noch gegenseitig hoch. Bei mir lagen die Nerven blank und ich merkte, wie ich Fehler über Fehler machte und mir einige Situationen aus den Händen glitten – ich wurde laut und ungerecht, und das machte natürlich nichts besser. Zwischendurch ertappte ich mich bei dem schuldbewusst bei dem Gedanken, dass es sich kinderlos eigentlich auch gar nicht so schlecht gelebt hat. Noch nie habe ich mich als Mutter so sehr in Frage gestellt, wie in diesen Tagen. Im Nachhinein zweifelte ich sogar die Entscheidung für ein zweites Kind an, fand es unverantwortlich den Kindern gegenüber, wenn ich doch schon mit einem überfordert bin.

Und dann war der ganze Spuk nach zehn Tagen urplötzlich vorbei. Das Baby gluckste wieder vergnügt und das Fröschlein hatte auf einmal wieder kooperative, gutgelaunte Momente. Natürlich testet er trotzdem weiterhin den ganzen Tag Grenzen aus, aber in einem Maße, mit dem ich die meiste Zeit gut umgehen kann. Aber die Erinnerung an das Gefühl des Versagens ist noch sehr präsent, und ein wenig graut mir vor der nächsten schlimmen Phase.

Und dann postete gestern jemand den Link zum Artikel von Steve Wiens in meine Twitter-Timeline, der davon handelt, dass negative Gedanken einen nicht automatisch zu schlechten Eltern machen. Dass es normal ist, wenn man manchmal lieber woanders wäre oder die Minuten zählt, bis die Kinder endlich schlafen. Beim Lesen dachte ich die ganze Zeit nur „Ja, ja, ja, endlich gibt jemand mal solche Gedanken zu“. Denn Familienleben ist nicht immer rosa Zuckerwatte, es gibt Tage, an denen man sich nichts mehr wünscht, als eine Pause. Und ich stimme Wiens zu, wenn er sagt, dass einen das nicht zu schlechten Eltern macht, genauso wie Fehler erlaubt sind.

Für mich stellte sich dann aber die Frage, wann man als Elternteil schlecht ist. Natürlich gibt es die ganz offensichtlichen Fehlleistungen wie Misshandlung oder Vernachlässigung. Aber ich denke, es reicht auch schon weniger, um ein Kind einen Schaden davon tragen zu lassen. In irgendeiner Blogdiskussion (wann und wo habe ich leider vergessen) ging es auch mal um das Thema „gute Eltern“ und der Tenor war, dass das wichtigste sei, dass man sein Kind liebt. Meiner Meinung nach ist es nicht ganz so einfach, denn ich bin davon überzeugt, dass die meisten Eltern ihre Kinder lieben, auch die, die richtig Bockmist bauen. Und ich komme bei all meinen Überlegungen zu dem Ergebnis, dass es wohl keine allgemeingültige Definition für gute Eltern gibt. Bin ich eine gute Mutter? Ich weiß es nicht. Perfekt bin ich mit Sicherheit nicht, aber das ist vollkommen in Ordnung. Perfektion ist in meinen Augen kein besonders erstrebenswertes Ziel und würde keinem guttun, auch nicht den Kindern. Wie sollten sie sonst je lernen, dass Fehler zum Leben gehören und dass es darauf ankommt, wie man damit umgeht? Und deshalb finde ich es wichtig, dass auch mal beim netten Mutterplausch darüber geredet wird, wie man seine eigenen Erziehungsideale „verraten“ hat. Vielleicht hört man dann auf, sich an überzogenen Idealvorstellungen zu orientieren und erkennt, dass man sich gar nicht so schlecht schlägt.

(Wiens-Artikel via @Liamie)

Unwirklich

Heute mittag schrieb ich bei Twitter:

Beide Kinder schlafen. Das versuche ich jetzt auch.

— Yenofa(@MmeYenofa) August 25, 2013

Und vor dem Absenden stockte ich. Hatte ich gerade „beide Kinder“ geschrieben? Beide? Das bedeutet zwei. Zwei Kinder! Ich. Die mich Mama nennen (naja, eins davon, das andere zumindest irgendwann). Unglaublich. Immer noch sehr unwirklich.

Risse im Herzen

(Das Fröschlein ist 1 Jahr, 3 Wochen & 4 Tage alt)

Jedes Mal, wenn Du einen Schritt von mir weg machst, entsteht ein kleiner Riss in meinem Mamaherz. Diese Risse sind auf der Vorderseite des Herzens, wo die Sonne hinscheint. Deshalb heilen sie gut, und es wächst Neues aus ihnen: Freude über Dich, Stolz und manchmal auch ein klein wenig Erstaunen sind die zarten Pflänzlein, die mit ihren Wurzeln die Risse wieder schließen.

Und dann gibt es auch noch die Risse auf der Rückseite des Herzens. Wenn Du Dich verletzt, wenn mir der Atem stockt, weil Du in Gefahr bist, oder wenn Du Dich nachts hilflos weinend an mich klammerst graben sie sich tief ins Fleisch. Sie heilen nicht so einfach. Mit der Zeit wachsen auch sie wieder zu, manche vernarben. Sie verblassen wie die Erinnerung, aber manche, die besonders tief waren, sorgen immer wieder für ein Erschaudern, wenn ich sie streife.

Gute-Nacht-Milch

(Das Fröschlein ist 9 Monate, 1 Woche & 2 Tage alt)

Vor drei Wochen war das abendliche Schlafengehen mit dem Fröschlein zum Drama geworden und es wurde von Abend zu Abend schlimmer. Bis zu zwei Stunden lang trugen wir ein unzufriedenes, teilweise wie am Spieß schreiendes Fröschlein abwechselnd umher. Beim Papa schrie er meist nur noch lauter, bei mir wollte er immer wieder an die Brust. Ausgiebiges Stillen am Abend hatten wir schon immer, aber das nahm einfach zu extreme Formen an. Deshalb entschied ich vor 10 Tagen, zu Beginn des Einschlafrituals eine Flasche mit Premilch anzubieten. Eigentlich ging ich davon aus, dass er sie sowieso ablehnt, seine „Begeisterung“ für die Flasche war ja bislang überschaubar. Das Fröschlein überraschte mich: er nahm ohne zu Zögern die Flasche in den Mund, hielt sie selbst fest und zog die 100 ml weg, ohne einmal abzusetzen. Danach kuschelten wir ein wenig, wir stillten nochmal und dann legte ich ihn in sein Bett, wo er innerhalb von Sekunden einschlief. So läuft es seither jeden Abend. Am nächsten Abend habe ich gleich etwas mehr Milch vorbereitet, der Rest blieb gleich. Und so ist es seither jeden Abend. Nicht immer ganz so schnell, manchmal auch mit ein klein wenig Gequängel, aber dennoch relativ problemlos. Länger als 30 Minuten dauert es nie, meist ist er innerhalb von 10 Minuten eingeschlafen.

Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, Premilch anzubieten. Ich halte sie nicht für schlecht, ich habe auch volles Verständnis für jede Mama, die nicht stillt und von Anfang an mit der Flasche füttert. Aber für mich ganz persönlich fühlte es sich bislang einfach nicht richtig an. Jetzt bin ich sehr zufrieden damit, wie es ist. Das Fröschlein quält sich nicht mehr so sehr und wir haben alle einen entspannteren Abend. Das tut vor allem auch mir gut.

Allerdings hat die abendliche Sättigung keinen Einfluss auf die nächtlichen Stillintervalle. Alle 2-3 Stunden hat das Fröschlein trotzdem Hunger. Aber das bin ich ja gewohnt.

Still, still, still nicht – weil das Kindlein schlafen will?

(Das Fröschlein ist 5 Monate, 3 Wochen & 2 Tage alt)

Heute habe ich mir viele Gedanken über das Schlafen und in dem Zusammenhang auch mal wieder über das Stillen gemacht. Ich muss wohl etwas weiter ausholen, um das ganze zu sortieren.

Seit ich denken kann, schlafe ich selbst unruhig, kann nur schwer einschlafen und finde lange nicht zurück in den Schlaf, wenn ich nachts aufwache. Es gab schon Zeiten, da lag ich wirklich die halbe Nacht und mehr wach. Menschen, die sich hinlegen, die Augen zumachen und mehr oder weniger direkt ins Land der Träume wandern habe ich zeitweise regelrecht beneidet. Außerdem habe ich einige Zeit mit einer Essstörung gekämpft, Ernährung ist also ein sensibles Thema für mich. Die Vorstellung, mit meinem Verhalten aktiv dazu beizutragen, dass das Fröschlein später ähnliche Probleme hat, sowohl beim Schlafen als auch beim Essen, würde mir also überhaupt nicht gefallen.

Anlass für die Überlegungen ist die momentane Schlafsituation. Ich möchte gar nicht jammern oder mich beschweren, denn im Großen und Ganzen finde ich sie gar nicht so schlecht. Das Fröschlein schläft gegen 21:30 Uhr ein und verbringt dann die nächsten 10 bis 11 Stunden überwiegend schlafend. Ich würde mich freuen, wenn wir ihn etwas früher ins Bett bekämen, er hält davon aber gar nichts. Und so kann ich für den Moment damit leben, dass er erst kurz vor uns schlafen geht, auch wenn ich an manchem Tag gut noch ein bisschen Auszeit gebrauchen könnte.

Gegen 19:30 fangen wir meist an, das Schlafengehen vorzubereiten. Das Fröschlein wird gewaschen oder gebadet und der Schlafanzug angezogen, die Rolläden werden geschlossen. Wir stillen nochmal und legen ihn auch hin. Aber er ist meist noch putzmunter, turnt im Bett rum und fängt an zu weinen, wenn er dort zu lange bleiben muss. Also darf er noch Zeit mit uns verbringen, bis wir den Eindruck haben er ist wirklich müde. Entweder schläft er dann (in unserem Beisein) in seinem Bett ein, was eher die Ausnahme ist, oder während einer Stillmahlzeit, und wenn er besonders unruhig ist, dann wird er bei einem von uns auf dem Arm umhergetragen und in den Schlaf gesungen. Ich empfinde das nicht als großes Drama, meist ist der kleine Mann sehr friedlich dabei, nur an wenigen Abenden gibt es bitterliche Weinkrämpfe, gegen die keinerlei Beruhigungsmaßnahme hilft. Ursprünglich hatte ich auch die Vorstellung von festen Zu-Bett-Geh-Ritualen, aber der Alltag zeigte, dass das Fröschlein so unberechenbar ist, dass wir damit bald aufgegeben haben, das ist nun aber schon einige Zeit her.

In der Schlafperiode stillen wir, wenn das Fröschlein sich meldet. Wie oft das der Fall ist, ist jede Nacht unterschiedlich. In guten Nächten kommt er alle drei Stunden oder legt vielleicht sogar mal eine vierstündige Pause ein. In normalen Nächten liegen die Abstände bei 2 bis 2,5 Stunden. Und im Moment häufen sich die Nächte, in denen im Stundentakt gestillt wird. So eine Phase hatten wir schon einmal vor knapp drei Wochen, dann wurde es für ein paar Tage besser, und nun sind wir wieder beim stündlichen Stillen angekommen. Wenn ich schreibe, „er meldet sich“, dann heißt das, er jammert im Schlaf und wälzt sich. Wenn ich ihn dann andocke, schnappt er sofort zu und trinkt mit geschlossenen Augen ca. 10 Minuten (eine lange Zeit für seine Verhältnisse, tagsüber schafft er nie länger als 5 Minuten). Im Anschluss schläft er meist ruhig weiter. Ganz selten ist er hinterher richtig wach und braucht eine Stunde oder länger, um wieder in den Schlaf zu finden. Natürlich habe ich mir schon Gedanken gemacht, ob er wirklich Hunger hat oder nur Nähe und Beruhigung sucht. Zumal man mir schon vorgeworfen hat, es mit dem nächtlichen Stillen zu übertreiben. Ich würde dem Kind nur beibringen, dass sämtliche Bedürfnisse und Probleme mit Nahrung zu lösen sind. Aber ich habe für mich entschieden, dass er wirklich Hunger hat, bei der Menge, die er trinkt. Und selbst wenn nicht, Stillen ist eben nun einmal nicht NUR Nahrungsaufnahme, sondern viel mehr, und wenn er das braucht um weiter zu schlafen, ist das zunächst einmal okay. Trotzdem ist auf Dauer ein solcher Takt nicht durchzuhalten, denn ich muss auch irgendwann schlafen und so komme ich zwischendurch kaum zum Einschlafen.

Das war der Anlass für mich, das Schlafen heute beim Kinderarzt anzusprechen, in erster Linie, weil ich mir Gedanken gemacht habe, ob das Fröschlein bei so kurzen Abständen überhaupt ausreichend zur Ruhe kommt.

Der Kinderarzt meinte, das Aufwachen nachts hinge mit dem Einschlafen am Abend zusammen. Wenn ein Kind immer mit Körperkontakt oder beim Stillen einschlafe, würde es nachts das auch brauchen, wenn es alleine im Bett aufwacht. Und es sei für die Zukunft ganz wichtig, dass er jetzt schon lernt, alleine einzuschlafen, denn nur so würde er auch später gut schlafen. Wir sollen ihn also hinlegen, am besten wenn er noch richtig wach ist, und dann im Raum bleiben, ihn aber nicht mehr hochnehmen. Auch das umstrittene Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ hat er uns empfohlen. Ich weiß nicht, welche Antwort ich mir erhofft hatte, die auf jeden Fall nicht. Da ich mich aber gerne verunsichern lasse, habe ich angefangen zu recherchieren. So weit ich das überblicke, gibt es in der Literatur zwei Meinungen. Die einen sind für richtiges Schlaftraining (entsprechend der Literaturempfehlung des KiA), propagieren Schlafen im eigenen Bett und ohne Körperkontakt. Die anderen stellen das Bedürfnis des Kindes in den Vordergrund und sind meist sehr stillfreundlich ausgerichtet. Gehen also eher in die Richtung, die meinem Bauchgefühl entspricht. Für diese Gruppe scheint aber meist das Familienbett bzw. sogenannte Co-Sleeping die einzig wahre Lösung zu sein. Und da ist unser Problem. Familienbett war in den ersten drei Monaten optimal für uns, danach nicht mehr. Das Fröschlein hat in der ersten Zeit im eigenen Bett sogar bedeutend besser geschlafen als vorher. Und als ich ihn kürzlich probeweise für zwei Nächte wieder zu mir nahm hat er sich genauso oft gemeldet wie im eigenen Bett und ich bin gar nicht zum Schlafen gekommen. Wir suchen also für uns die optimale Lösung mit getrennten Betten aber doch Nähe und Stillen nach Bedarf.

Ich denke, wir werden dem Schlafrhythmus einfach noch etwas Zeit geben („Ohhm, es ist alles nur eine Phase!“). Aber ich habe mit dem Göttergatten das Einschlafen diskutiert, und wir arbeiten daran, dem ganzen wieder mehr Struktur zu geben. Deshalb habe ich auch nach Einschlafritualen bei anderen Mamis gefragt und eine Menge an interessanten Antworten bekommen (Frau Nike hat sogar gleich einen ganzen Blogbeitrag geschrieben). Vielen Dank an alle, Ihr habt mich darin bestärkt, das Bauchgefühl nicht außer Acht zu lassen. Und es gibt offensichtlich eine ganze Menge kleiner Kinder, die trotz Einschlafkuscheln oder -stillen heute ganz alleine wunderbar schlafen.

Stillen – ein (Zwischen?)Fazit

(Das Fröschlein ist 4 Monate, 2 Wochen & 1 Tag alt)

In den letzten Tagen habe ich mir viele Gedanken über das Stillen gemacht. Zum einen ist es natürlich sowieso ein präsentes Thema, wenn man gefühlte 20% des wachen Tages damit verbringt (und auch noch einen nicht unerheblichen Teil schlafend 🙂 ). Dann las ich die Ausführungen von Frau NebeL zum Stillen, die mich sehr nachdenklich gemacht haben und stolperte über die Anekdote von Frau Gminggmangg über das Stillen in der Öffentlichkeit. Und mir ging so viel durch den Kopf, dass mir bewusst wurde, dass es Zeit ist, das alles mal schriftlich aufzuarbeiten (Warnung: könnte länger werden).

Es ist hier schon häufiger angeklungen, dass unsere Stillbeziehung nicht unproblematisch war und ist. Vor der Geburt war mir klar, dass ich das Fröschlein auf jeden Fall stillen möchte. Auch wenn der Gedanke bei mir widerspüchliche Gefühle auslöste, denn ich habe ein extrem stark ausgeprägtes Schamgefühl und die Vorstellung, mit fremder Unterstützung mein Baby an die Brust zu bekommen, war nicht gerade angenehm. Auch hielt ich es für eher unwahrscheinlich, dass ich im Beisein von anderen Menschen (außer dem Göttergatten) stillen würde. Und ich war gut genug informiert um zu wissen, dass die Anfangsphase uns eventuell auch vor das eine odere andere Problem stellen könnte, war aber eigentlich optimistisch, dass wir es hinbekommen.

Dann war das Fröschlein endlich da, und das erste Anlegen im Kreißsaal klappte prima, die Hebamme half nur ein klein wenig. Der kleine Mann hatte sofort einen richtig heftigen Zug drauf und das Glücksgefühl war unbeschreiblich. Nach kurzer Zeit wurden wir in den Nachbarraum des Kreißsaals verlegt, wo wir noch ein wenig Zeit für uns hatten, bevor wir auf die Wöchnerinnenstation kamen. Schon bald fing der kleine Fröschleinmund wieder an zu suchen und Saugbewegungen zu machen. Also legte ich ihn erneut an, dieses Mal hatten wir aber unsere Probleme. Irgendwann schafften wir es und das Fröschlein saugte wieder intensiv. Nach einer Pause von 15 Minuten ging das Spiel von vorne los. Die nächsten Tage erlebte ich meinen Sohn fast ausschließlich schlafend oder hungrig. In der ersten Nacht hatte ich ihn insgesamt 8 Stunden an der Brust. Der Ablauf: Er sucht, ich versuche ihn anzulegen, es klappt aber nicht. Nach einigen Minuten gebe ich auf und hole die Schwester zur Hilfe. Sie schafft es, aber ich kapiere nicht wirklich, was ich vorher falsch gemacht habe. Das Fröschlein trinkt 30 Minuten in heftigen Zügen (wirklich jeder, der es sah sagte etwas in der Art „Du meine Güte, was für eine Kraft“). Ich docke ihn ab, gleiches Spiel auf der anderen Seite. Nach weiteren 30 Minuten kann ich nicht mehr, das Fröschlein ist für 30-60 Minuten zufrieden, bevor wir von vorne anfangen. Nach 24 Stunden sind meine B.rustwarzen hinüber. Rissig und blutig, jedes Anlegen wird zur Qual. Trotzdem stillen wir natürlich weiter, aber ich lasse die Abstände größer werden, indem umfangreiches Alternativprogramm in Form von Schaukeln, Tragen und Kuscheln angeboten wird. Tagsüber kommen wir halbwegs zurecht, aber die Nächte werden zur Geduldsprobe. Bereits in der zweiten Nacht setzen beim Fröschlein Blähungen ein, die in sehr quälen. Er weint viel und findet nur wenig Schlaf. Wir stellen fest, dass ich scheinbar auch kaum etwas von der Vormilch habe und das Fröschlein ist nach wie vor Dauerhungrig. Also lasse ich mich von den Schwestern überzeugen, dass Zufüttern hilfreich ist. Und das Fröschlein haut die Premilch weg wie nichts. Bereits am 3. Tag schafft er annähernd 50 ml in wenigen Minuten. Angelegt wird natürlich trotzdem weiterhin fleißig.

Mein Schamgefühl habe ich zu diesem Zeitpunkt schon beerdigt. Ich laufe in unserem Krankenhauszimmer fast nur noch mit offenem Shirt rum, weil ich keinen Stoff mehr auf den wunden Stellen ertragen kann. Egal, ob der Ehemann meiner Bettnachbarin da ist oder nicht. Am 5. Tag gehen wir nach Hause. Das Anlegen klappt zwar nach wie vor nicht auf Anhieb, aber es wird langsam. Unsere Hebamme, eine sehr quirlige, freundliche, junge Frau , stimmt mich positiv. Trotzdem schießen mir bei den ersten Zügen vor Schmerz die Tränen in die Augen und ich muss teilweise sehr die Zähne zusammen beißen, um nicht laut zu schreien. Obwohl die Haltung angeblich richtig ist und ich alle Mittel und Salben ausprobiere, die man mir empfiehlt, werden die Wunden schlimmer. Ein Test mit Stillhütchen ergibt, dass sie die Schmerzen verstärken. In der ersten Nacht zu Hause spuckt das Fröschlein Blut. Ein Anruf bei der Hebamme beruhigt uns, es ist vermutlich Blut von mir, das für ihn unverdaulich ist und deshalb wieder rauskommt.

Drei Tage später sind wir dann am Ende. Das Fröschlein mag nicht mehr andocken, ich vermute, weil ich immer stärker blute und er den Beigeschmack der Milch nicht mehr mag. Wir organisierten eine Pumpe und vorläufig wird nur noch abgepumpte Milch mit der Flasche gefüttert. Ich bin einerseits erleichtert, dass ich Zeit bekomme, die Wunden verheilen zu lassen. Andererseits empfinde ich die Situation als belastend, denn das Fröschlein hat keinen Rhythmus und häufig wechselnde Hungergefühle. Ich pumpe alle 2-3 Stunden 30 Minuten ab, auch nachts, manchmal reicht die Menge dem Fröschlein nicht aus, beim nächsten Mal wiederum trinkt er nur die Hälfte. Nach dem Abpumpen dann Auswaschen und Sterilisieren der „Instrumente“ und Füttern. Und dann ist auch schon fast wieder Zeit für das nächste Abpumpen. Der Göttergatte hat mir so viel wie möglich abgenommen, aber trotzdem war es viel Aufwand. Immerhin trat die erhoffte Wirkung ein und nach einer Woche begann ich langsam wieder, zwischendurch Stillversuche zu starten. Mit mäßigem Erfolg. Scheinbar war mein Milchspendereflex inzwischen so stark, dass ich das Fröschlein regelrecht abgeschossen habe. Er hat nach ein paar Zügen protestiert und ist in Wutgeheul ausgebrochen. Wir haben verschiedene Stillpositionen ausprobiert, die Hebamme war in diesem Punkt nicht wirklich eine Hilfe. Nach ausgiebiger Recherche im Netz fand ich endlich einen Tipp, der mir half: „bergauf trinken“. Von da an nutzten wir die sogenannte „Football“-Stillposition, allerdings lagerte ich das Fröschlein so, dass sein Kopf tiefer lag als der Körper. Und zum ersten Mal verbrachten wir ein paar halbwegs entspannte Stilltage.

Als das Fröschlein etwa einen Monat alt war, wurde es wieder komplizierter. Im wachen Zustand funktionierte das Trinken überhaupt nicht mehr. Egal in welcher Position, nach 30 bis 60 Sekunden begann er sich zu winden und herzzereißend zu weinen. Außerdem merkte ich, dass seine Verdauung wie wild arbeitete und dass seine Blähungen ihn wieder stärker quälten. Jedes Anlegen wurde zum Ringkampf. Mir tat es im Herz weh. Zum einen, ihn so zu sehen, zum anderen traf es mich aber auch unheimlich, beim Stillen so vom ihm angebrüllt zu werden. Das eine oder andere Mal habe ich einfach mitgeweint. Von da an waren unsere Tage vom Stillen bestimmt. Das Fröschlein bekundete regelmäßig seinen Hunger, wir stillten ein paar Sekunden (im Besten Fall auch mal drei oder vier Minuten), dann ging die Winderei und Schreierei los. Ich versuchte, ruhig zu bleiben und ihm gut zuzureden, manchmal hatte ich damit Erfolg und er konnte weitertrinken, meist nicht. Dann ging eine Stunde später das gleiche Spiel von vorne los. Nur wenn er sehr müde und praktisch schon im Halbschlaf war, hat alles problemlos geklappt. Dann trank er 15 Minuten ruhig und kräftig und war anschließend im Tiefschlaf. Zum Glück begann zu dieser Zeit sein Tag-Nacht-Rhythmus zu funktionieren und wir brachten die Nächte gut durch, er trank im Halbschlaf ohne aufzuwachen und rüstete sich so für den Tag. Wenn diese Nächte nicht gewesen wären, und zwischendurch auch mal urplötzlich der eine oder andere Tag ohne Probleme, ich hätte wohl aufgegeben.

In meiner Verzweiflung pumpte ich auch ab und wir fütterten mit der Flasche. Aber auch da das gleiche Bild. Das machte mir wenigstens in sofern Mut, dass ich nun wusste, dass es nicht an mir lag.

Wir versuchten, Hilfe zu bekommen. Wenn die Hebamme da war, hatte er entweder gerade keinen Hunger oder wundersamerweise klappte es ausnahmsweise mal. Sie konnte nicht wirklich einen Rat geben. Ich sprach mit einer Stillberaterin. Die konnte die Probleme live verfolgen, schaute sich alles an, und stellte fest, was ich schon vermutete. Das Trinken macht ihm Bauchschmerzen. Aber es sei ganz toll, wie ruhig ich es immer wieder versuche. Wir versuchten es mit Globuli, mit Spray, Massage und ich weiß nicht was noch allem. Wirklich geholfen hat nichts. Der Kinderarzt sagte, Blähungen hören irgendwann von alleine auf, da hilft kein Mittel. Wenn mich die Situation zu sehr stresst, solle ich abstillen. Aber ein wirkliches Problem konnten viele nicht sehen, schließlich war das Fröschlein groß und schwer und nahm gut zu. Wie viel Energieaufwand dafür nötig war, konnte man schließlich nicht direkt erkennen. Auch im Freundeskreis gab es gutmütiges Lachen, wenn ich davon sprach, dass das Stillen manchmal noch Probleme mache: „Sieh Dir den Wonneproppen doch an. So schlimm kann das gar nicht sein.“

Es folgte ein Besuch bei einer Ostheopatin. Zum ersten Mal fühlte ich mich von jemandem Außenstehenden richtig ernst genommen. Das tat in der Seele gut, aber Erfolg brachte die Behandlung auch nicht wirklich. Ganz allmählich klappte das Trinken aber immer mal wieder ohne Geschrei. Und ich lernte, die Situation bis zu einem gewissen Punkt zu akzeptieren. Außerdem stellte ich fest, dass Stillen am Liegen noch am ehesten Erfolg verspricht.

Als das Fröschlein 10 Wochen alt war, entschied ich, dass ich nach Möglichkeit irgendwie durchhalten möchte, bis es vier Monate alt ist. Danach wollte ich weiter sehen. Es folgte urplötzlich der erste Milchstau, der mich wieder ins Zweifeln brachte. Aber auch das überstanden wir, wie auch die beiden folgenden Milchstau-Erlebnisse.

Und das ist im Moment der Status Quo. Das Fröschlein quält sich nicht mehr ganz so sehr und ich versuche, nichts zu erzwingen. Wir haben inzwischen auch Abstände von 2 Stunden, manchmal sogar mehr, abends dafür dann deutlich kürzer. Ich bin froh, wenn er drei oder vier Minuten mehr oder weniger ohne Probleme trinkt. Wenn er dann nicht mehr kann, ich aber merke, dass er noch Hunger hat, dann legen wir uns ins Bett. Wenn er dann so weit ist, dockt er selbständig an und trinkt die Mahlzeit zu Ende. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn man eine Möglichkeit hat, sich hinzulegen. Unterwegs ist es schon schwieriger. Aber die Nächte sind dafür nach wie vor problemlos, auch wenn er da natürlich häufig viel nachholen muss. Das heißt dann für mich, auch nachts im 2-Stunden-Takt aufzustehen.

Die vier Monate haben wir nun geschafft. Und weil es gerade so halbwegs läuft, dachte ich mir, wir machen auf jeden Fall weiter, bis wir mit der Beikost anfangen. Und vielleicht klappt es ja dann weiterhin. Aber an den ganz schlechten Tagen, die zum Glück selten geworden sind, stelle ich das durchaus in Frage. Ich träume vom Stillen bis zum ersten Geburtstag und darüber hinaus, aber ich weiß nicht, ob wir das durchhalten.

In der Rückbildung fragte mich eine Mutter, die abgestillt hat, warum ich mir das antue. Ich konnte das ohne Probleme beantworten: Weil ich glaube, dass Muttermilch das Beste für ihn ist (allergiegefährdet). Weil ich den Eindruck habe, dass es ihm trotzdem gut tut. Weil es sich trotz allem „richtig“ anfühlt. Und irgendwas muss der Kleine aber schließlich essen. Da die Versuche mit der Flasche ebenfalls zu Schreiattacken führten, wäre damit das Problem ja nicht gelöst. Der einzige Vorteil wäre lediglich, dass ich nicht mehr alleine dafür sorgen müsste, dass er Nahrung bekommt, sondern dass der Papa unterstützen könnte. Aber ausreichend oft klappt es ja. Und wie ich schon neulich schrieb: wenn er nachts ganz friedlich im Halbschlaf trinkt, dann könnte ich überlaufen vor Glück.

Und weil das jetzt viel länger geworden ist, als ich vorhatte, notiere ich meine Gedanken zum Stillen in der Öffentlichkeit ein anders Mal.